...und wir sind von unserer bis jetzt laengsten Wanderung wieder zurueck. 5 Tage waren wir unterwegs. Gestartet sind wir von Bariloche aus mit dem Bus (ca eine Stunde) zum oertlichen Skigebiet am Nahuel Huapi Nationalpark. Von da aus sind wir dann mit leichter Steigung zur ersten Huette Frey gewandert. Diese ist relativ schoen an einem kleinen Bergsee gelegen. Eigentlich wollten wir hier campen, aber das Wetter war eher maessig. Es hat geschneit und war extrem windig. Daher haben wir uns entschlossen in der Huette zu uebernachten. Als Abend essen gab es Spargel im Speckmantel und gefuellte Champignins als Vorspeise, Nudeln mit Rahmsauce mit gefuellter Paprika als hauptgang und zum Dessert gab es Kekse und Fruchtsalat getaucht in heisser Schokolade. Wenn sich jemand fragt wie kommt man dazu solche Leckereien mit in die Berge zu nehmen und zu verspeisen obwohl die Sachen so schwer sind hier die Erklaerung. Wir haben uns vorher ueberlegt, wir machen einen Kochwettbewerb. jeder bereitet eine Abend essen vor und zum Schluss schauen wir, wer das leckerste Essen zubereitet hat. Das hat dann dazu gefuehrt, das wir alle wie verrueckt eingekauft haben und somit die Zutaten fuer die Abendessen mindestens das doppelte von dem sonstigen Gewicht gewogen haben. Am Ersten Abend war Michael der Koch....
Am zweiten Tag morgens war das Wetter super und wir hatten einen guten Wandertag, wobei es schon ein wenig anstrengend war. Wir sind ueber zwei paesse gelaufen und zum Schluss noch ein Geroellfeld runtergegangen. Irgendwie sind hier einige der Wanderwege ein wenig steiler als was ich sonst so gewandert bin, denn das Geroellfeld war mehr ein runtergerutsche als ein runter gelaufe... Aber gut andere Laender, andere Steilhaenge. Am Abend gab es dann Alpenmaronen zu essen. Andy hat gekocht. Alpenmaronen ist ein gericht mit Kartoffeln, Pasta, Schmand und Kaese und wird haeufig in Huetten in den Alpen gekocht.
Der dritte Tag sollte dann der Hoehepunkt der Wanderung werden mit einem Pfad an mehreren gipfeln entlang und ueber Gipfelgrade. Problem hier war allerdings, das die Strecke nur sicher mit Kletterausruestung und Seil zu beweltigen war. Ausruestung, die wir nicht mitgenommen haten. Also, sind wir eine alternative Route gelaufen. Die hatte es aber auch in sich. Wir sind erstmal einwenig hoch zu einem Bergsee gewandert und dann einen schmalen schneebedeckten Steilhang hochgelaufen. Schoen mit Steigeisen und Eispickel. Oben angekommen, haben wir dann bemerkt, das es nicht wirklich einen akzeptabelen Pfad gibt, weil ein Weg den die Karte angezeigt hat, ziemlich Steil gewesen waehre, und wir diesen weg haetten traversieren muessen. Problem hierbei ist, wenn man ins rutschen kommt, dann rutscht man ziemlich weit, und das muss nicht sein. Also ein wenig hin und her ueberlegt und dann zu dem Entschluss gekommen, dass uns dass hier alles nicht so sehr gefaellt, und das wir wieder zu unserem Zeltplatz vom morgen zuerueck gehen. Also das Schnee feld wieder runter....Grmpf....und dann noch eine Weile zum Zeltplatz. Irgendwie fuehlt man sich ein wenich komisch wenn man an einem Wandertag aufbricht um wo anders anzukommen und dann am Abend doch wieder da ankomt von wo man losgegangen ist... Aber was solls die anderen Pfade waeren nicht so gut gewesen :) Am Abend gab es dann Pizza. Auch selbst gemacht. Pip und Dan haben das ganze vorbereitet und dann wurden jeweils kleine Pizzen in kleinen Pfannen ueber den Wanderkochern zubereitet. Superlecker. Ich glaube das ganze hat ca 2,5 Stunden gedauert, da wir insgesammt 15 kleine Pizzen gemacht haben. Zum Nachtisch gab es dan selbst gemachte Rosinenbroetchen.
Den vierten Tag waren wir dann recht lange unterwegs. Da wir unsere urspruengliche Route nicht laufen konnten, haben wir eine Alternative gewaehlt, welche zwar nicht besonders schwer war, aber recht lang war und auch mal ab und zu durch einen Sumpf gefuert hatt, so dass man entsprechend langsam vorwaerts kam. Dann haben wir aber einen perfekten Platz zum campen gefunden. Schoen in der Sonne an einem Strand am See.. Oh das war perfekt... Den rest des Nachmittages haben wir dann gechillt und ich habe das Abendessen vorbereitet. Es gab Pasta mit einer Tomaten-Speck-Zwiebel-Kaese-Sauce und zum Nachtisch dann Mousse au Chocolate, die Andy und ich fuer eine halbe Stunde geschlagen haben und eher einem Getraenk als einem Nachtisch glich, aber egal geschmeckt hat es trotzdem.
Am letzten Tag, gestern, sind wir dann nochmal ueber einen kleinen Pass gelaufen und dann am See entlang zu einer Strasse, an der wir einen Buss richtung Bariloche angehalten haben, der uns dann mitgenommen hat. Am Abend haben wir dann erst mal ein Steakhaus gestuermt und uns so richtig vollgefuttert :)
Heute haben wir ein wenig geschillt, einige Besorgungen gemacht und unsere Ausruestung einwenig gewartet. Ein wenig entspannung war auch wirklich noetig, da die Wanderung schon a weng anstrengend war. Und irgend wie habe ich mich wohl geschafft unterwegs zu erkaelten, denn seit gestern tut mir der Hals weh. Aber in den naechsten Tagen haben wir keine weitere Wanderung geplant, so dass hier Zeit zur Erholung bleibt... Habt einen schoenen Nikolaus Tag.
Und wer hat nun den Kochwettbewerb gewonnen? ;) Ach Mensch, bekomme ja schon Fernweh, wenn ich deine Berichte so lese, aber immerhin is bei Euch auch Schnee, das dämpft den Neid etwas :P
AntwortenLöschenGanz liebe Grüße!